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Austausch: Übersicht




Besuch der Oregon-High-School Gruppe

17.6. bis 7.7.2014








Beim World Cup und in Langen – wir treffen auf die „Amis“

Wenn die amerikanischen Gäste von der Oregon High School, unserer Partnerschule in Wisconsin / USA, nach Langen kommen, hegen sie schon gewisse Erwartungen und freuen sich auf Fußball und das Ebbelwoi-Fest. Alle zwei Jahre läuft die Besuchsrunde, im April waren 25 Schülerinnen und Schüler des Dreieich-Gymnasiums in Wisconsin, jetzt fand der Gegenbesuch von 18 „US – students“  über drei Wochen statt.


World Cup und Ebbelwoi

Jedes Mal liegt zeitgleich entweder die Europa- oder die Weltmeisterschaft im Fußball und das Ebbelwoi-Fest ist als Programmpunkt auch „gesetzt“. Eine ideale Möglichkeit, beide „Highlights“ zu kombinieren,bot sich natürlich bei dem Vorrundenspiel USA gegen Deutschland. Eine nette Gastfamilie, die während der Festtage eine Hofwirtschaft im eigenen Garten in der Altstadt betrieb, hatte alle beteiligten Schüler und Eltern eingeladen und so konnten ca. 100 Gäste bei Grillwurst, Salaten und diversen Getränken ( … für die Schüler natürlich Apfelschorle und Cola) das Spiel auf einer großen Flatscreen  verfolgen. Nach der 1 : 0 – „Dusche“ für das US-Team bekam Jeff Dyer, Deutschlehrer an der High School, dann auch noch eine reale Dusche ab – er wurde von einigen Gasteltern einer zünftigen „Ebbelwoi-Taufe“ unterzogen. Dies ist bekanntlich eine Ehre, denn immerhin war Jeff schon zum fünften Mal in Langen. Dazu gab es auch eine Urkunde und natürlich den Bembel.


Mr Dyers Ebbelwoi-Taufe

Neben weiteren Feier-Höhepunkten –zu nennen wäre unbedingt die Welcome – Party im Musiksaal, bei der  Thomas Hentschls Chor mit dem Jazz-Klassiker „Java Jive“ genauso die
Massen begeisterte wie Stefan Gunkels „Groove Combo“ mit sehr talentiertem Sängerinnen-Nachwuchs, gab es aber auch einige Programmpunkte mit Bildungsschwerpunkt.Die Amerikaner finden es immer faszinierend, von Langen aus ins Ausland zu fahren und daher war auch Straßburg vorgesehen.


In Straßburg

Nachdem in einem kleinen Gemeinschaftsprojekt in der Schule die europäischen Staaten „sortiert“ worden waren, ging es am 1. Juli ins Europäische Parlament, wo zunächst eine einführende Seminarveranstaltung für uns organisiert worden war. Im Plenarsaal fand derweil die konstituierende Sitzung nach der Europa-Wahl im Mai statt. Der Saal für die 751 Abgeordneten ist ungemein imposant und nach der Wahl des Präsidenten standen für uns die Wahlen für die Vizepräsidenten auf der Tagesordnung. Dies erwies sich als sehr langwierige und unspektakuläre Prozedur mit vielen Pausen und die Aufmerksamkeit richtete sich dann auf das turbulente Treiben in den Wandelgängen, wo Presseteams, Lobbyisten und Promis sich drängelten. Das Sprachengewirr muss den Amerikanern bemerkenswert vorgekommen sein – viele griffen nach Tagesordnungskopien in Finnisch, Griechisch und Ungarisch.


Im Europäischen Parlament in Straßburg

Noch ein Programmereignis sollte trotz oder gerade wegen des ernsten Hintergrunds nicht unerwähnt bleiben. Wir erinnern uns an der DSL in diesem Sommer an den Beginn des Ersten Weltkriegs vor einhundert Jahren – Grund genug, im April auch im Städtchen Oregon zu recherchieren, ob und inwieweit die Einwohner damals von dem Kriegstreiben etwas mitbekommen hatten – schließlich war der Kriegseintritt der USA im April 1917 kriegsentscheidend. In Zusammenarbeit mit dem dortigen Museum, der Veteranen-Organisation in Milwaukee und dem Veterans Museum in Madison wurde Material (Fotos, Zeitungen, Militärgegenstände) gesammelt, gesichtet und dokumentiert. Dieses Material fließt als Sonderthema in das Projekt der neunten Klassen zum Beginn des Ersten Weltkriegs ein und wird auch in den Ausstellungen in der Sitzmulde und im Rathaus zu sehen sein.

Unterrichtsprojekt

Projekte sind zwar sehr nützlich und erweitern den Horizont, das wahre Leben pulsierte für die Jugendlichen natürlich anderswo – z.B. bei den Busreisen (Bamberg, Bonn/Köln, Stuttgart), bei Ausflügen mit den Gastfamilien, im Schwimmbad und beim Shopping auf der Zeil. So war dieser zwölfte Austausch insgesamt wieder ein abgerundeter, vielseitiger Beitrag zur Völkerverständigung und wir können uns auf eine neue Runde im Frühjahr 2016 freuen.
Die Bewerbungsphase dazu beginnt im September 2015.

Windmöller, WebCo, 17.7. 2014