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5-Schule: Erziehungs- vereinbarung
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Lesetipps:
Unsere Stärken


Wozu braucht unsere Schule eine Erziehungsvereinbarung?


Alle an Schule beteiligten, also Lehrer, Schüler und Eltern wollen in einem gemeinsamen Prozess Wege suchen, um das Schulleben zu gestalten und es lernfördernder und belastungsärmer zu machen. Im Mittelpunkt steht immer das Interesse an der positiven Entwicklung jedes einzelnen Kindes.

Alle an Schule Beteiligten sollten über ihre Rolle, ihre Ziele und ihre Aufgaben kommunizieren und diese transparent machen. Die Eltern möchten wissen, was in der Schule geschieht.

Der Schule ist daran gelegen, dass ihre Bemühungen vom und im Elternhaus unterstützt werden. Über diese Ziele und Wege müssen beide Seiten ins Gespräch kommen. Ein erster Schritt in diese Richtung ist die Erziehungsvereinbarung.


Präambel: Schüler, Eltern, Lehrer, Schulleitung und Verwaltung ...
... der Dreieichschule in Langen verstehen sich als Teile einer Gemeinschaft und sind sich darüber einig, dass eine Erziehung zu selbstbestimmtem Lernen und eine umfassende Bildung die Grundlagen unserer zukünftigen Gesellschaft sind.

Gemeinsam wollen wir das Miteinander fördern und unsere Schule in einen Ort des Zusammenlebens, des Zusammenlernens und des Wohlfühlens verwandeln.

Erfahrungen, Gedanken und Informationen müssen ungehindert und bereitwillig zwischen Schülern, Eltern und Lehrer fließen können, damit wir unsere gemeinsamen Grundsätze an unserer Schule verwirklichen können.
Die gesamte Schulgemeinde erklärt:
• Wir nehmen uns als Gesamtpersönlichkeiten wahr.

• Wir respektieren gegenseitig unsere unterschiedlichen Aufgaben.

• Wir verpflichten uns im Rahmen unserer Möglichkeiten zu gegenseitiger Hilfe und Unterstützung.

• Wir halten Regeln und Absprachen ein.

• Wir dulden keine Gewalt, weder an Personen noch an Sachen.

• Wir werden gemeinsam darauf achten, dass die Arbeitsumgebung in der Schule sauber und ordentlich ist bzw. bleibt.

• Wir sind uns bewusst, dass Offenheit und Ehrlichkeit, Toleranz und Fairness die Grundlagen zum Erreichen unserer Ziele bilden.
Als LehrerInnen erklären wir:
• Wir nehmen die Probleme des Schulalltages ernst und weichen Konfliktsituationen nicht aus.

• Wir üben Kritik sachlich und konstruktiv.

• Unsere Zusammenarbeit sollte von verlässlicher Kollegialität geprägt sein.

• Wir wollen unsere Schüler in der Entwicklung ihrer Persönlichkeit und der Ausbildung ihrer Fähigkeiten ermutigen und nach Möglichkeit fördern mit dem Ziel, sie zu eigenverantwortlichem Lernen zu befähigen.

• Wir werden die Schüler und ihre Eltern rechtzeitig über Verhaltens- und Leistungsveränderungen informieren.

• Wir nehmen uns vor, besondere Leistungen durch entsprechende Einträge in den Zeugnissen zu würdigen.
Als Eltern sagen wir zu:
• für die Lehrer erreichbar zu sein, den Kontakt zur Schule zu suchen und Gesprächsangebote der Schule (Elternabende, Sprechtage) wahrzunehmen.

• konstruktiv mitzuarbeiten und Anregungen zu geben.

• Interesse für die schulische Entwicklung der Kinder zu zeigen und Zeit für sie zu haben.

• dafür zu sorgen, dass die Kinder selbstverantwortlich regelmäßig Hausaufgaben anfertigen, die erforderlichen Materialien mit zur Schule bringen und diese in einem ordentlichen Zustand sind.

• bei Fehlverhalten der Kinder gemeinsam mit der Schule Lösungen zu suchen.

• zu Hause gute Lernbedingungen zu schaffen.

• dafür zu sorgen, dass die Kinder pünktlich zur Schule kommen.

• auf gesunde Ernährung, z.B. ein Frühstück, zu achten.
Wir Schüler erklären:
UNTERRICHT UND LERNEN:

• Wir bemühen uns, pünktlich zum Unterricht zu erscheinen.

• Wir beachten die Regeln für einen störungsfreien Unterricht und verhalten uns so, dass MitschülerInnen dem Unterricht ungestört folgen können.

• Wir bemühen uns um Vorbereitung auf den Unterricht und halten die Materialien bereit.

• Wir setzen uns mit Notenkriterien und Zwischenständen konstruktiv auseinander.

• Wir nutzen bei Lernschwierigkeiten auch die Möglichkeit, Gespräche mit Lehrern und Lehrerinnen und Eltern zu führen, um Lösungsmöglichkeiten zu finden.

• Wir gehen sorgfältig mit Arbeitsmaterialien der Schule um.

• Wir korrigieren nach Rückgabe die Klassenarbeiten und lassen diese (bei Minderjährigen) von unseren Eltern unterschreiben.

• Wir bemühen uns, die Hausaufgaben und andere übertragene Arbeiten pünktlich und angemessen zu erledigen.

• Wir werden den Lehrkräften konstruktive Rückmeldung geben (persönlich, kollektiv oder anonym).



VERHALTEN / UMGANGSFORMEN:

• Wir behandeln Lehrkräfte, Mitschülerinnen und Mitschüler respektvoll.

• Wir verurteilen körperliche und seelische Gewalt sowie Mobbing und üben diese nicht aus.

• Wir lassen keine Ausgrenzung – aus welchem Grund auch immer – von Mitschülern zu.

• Wir bringen keine Gegenstände mit in die Schule, die andere gefährden.

• Streitigkeiten werden möglichst untereinander friedlich gelöst. Gegebenenfalls wird Hilfe bei unseren LehrerInnen geholt.

• Wir achten das Eigentum anderer.


SCHULE UND SCHULLEBEN:

• Wir unterstützen die SV und alle Mitschüler, die für uns Verantwortung übernehmen.

• Wir wollen – soweit es in unseren Möglichkeiten liegt – das Schulleben bereichern und ggf. Feste und sonstige Veranstaltungen der Schule durch aktive Mitarbeit unterstützen.

• Wir gehen mit Gemeinschaftseigentum der Schule (Schulgebäude, Mobiliar, Material etc.) sorgfältig um.

Auszug aus dem Elternbrief vom September 2006 (.doc), (.pdf):

...Dieser Punkt steht nun am Ende des Elternbriefes, ist aber zugleich der wichtigste.
Beigelegt finden Sie die überarbeitete und nun auch in ihrer Form ansprechend gestaltete Erziehungsvereinbarung. Alle Mitglieder der Schulgemeinde sollen sich mit einem Regelwerk konfrontiert sehen, das uns hilft, das Zusammenleben und das gemeinsame Lernen und Arbeiten an unserer Schule positiv zu gestalten.

Alle an Schule Beteiligten sollen über ihre Rolle, ihre Ziele und ihre Aufgaben kommunizieren und diese transparent machen. Die Eltern möchten wissen, was in der Schule geschieht. Der Schule ist daran gelegen, dass ihre Bemühungen vom und im Elternhaus unterstützt werden. Über diese Ziele und Wege müssen beide Seiten ins Gespräch kommen und im Gespräch bleiben. Ein erster Schritt in diese Richtung ist die Erziehungsvereinbarung.


Am ersten Elternabend bietet sich die Möglichkeit über die Erziehungsvereinbarung zu sprechen. In der Folge sollen Sie dieses Regelwerk mit Ihrer Unterschrift anerkennen. Ebenfalls ist dies von den Schüler/innen zu Beginn des Schuljahres auf dem gleichen Blatt zu unterschreiben. Das Unterschriftsblatt wird der Schülerakte beigelegt. Das Kollegium unterschreibt die Erziehungsvereinbarung auf einem großformatigen Exemplar, das im Atrium für alle sichtbar aufgehängt wird.


In den Klassenräumen wird ebenfalls jeweils ein Exemplar der Erziehungsvereinbarung aufgehängt, unterschrieben von den Schüler/innen und dem/der Klassenlehrer/in. Diese Erziehungsvereinbarung kann mit klassenspezifischen Regeln ergänzt werden. Ebenso ist es denkbar, dass eine Klasse sich besondere Schwerpunkte setzt. Die Erziehungsvereinbarung wird auch immer wieder Gegenstand der SV-Stunden sein.

Erfolgsindikatoren und Evaluationsmethoden wurden erarbeitet. So wird die Zahl jener festzustellen sein, die ihre Unterschrift verweigert haben. Ihre Motive sind in einem Gespräch zu eruieren.

Weiterhin soll geprüft werden, ob ein Rückgang der Zahl von Regelverstößen, Klassenkonferenzen und Ordnungsmaßnahmen, ein Rückgang von Verschmutzungen und Sachbeschädigungen, eine bessere Zusammenarbeit und Information und schnellere Klärung von Problemen und Frage zu verzeichnen sind.


Ich hoffe sehr, dass die Erziehungsvereinbarung ein positives Echo findet und das Zusammenleben in der Schule nachhaltig prägt. Sie soll wesentlich dabei helfen, sich mit dieser Schule identifizieren zu können.

Kaletta, Webteam, Februar 2007