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HP "Jugend gründet"

Presse

"Dreieichschüler revolutionieren das Körper-Einölen"
LZ/op-online, 15.4.2016






Zwischenfinale gewonnen

Michael Linke und Julian Bergmann gewinnen in Stuttgart und sind Favoriten für das Bundesfinale

Mit ihrer Geschäftsidee, dem Solomat, einem umkleidekabinegroßen Automaten, der unbekleidete Körperteile mit Sonnencreme besprüht und dabei die Badebekleidung sauber lässt, haben sich die beiden Dreieichschüler im Stuttgarter Zwischenfinale durchgesetzt und dabei sogar zwei  Teams das Elite-Internats Schloss Hansenberg hinter sich gelassen.


Teams und Ideenskizzen - Ranking

Michael und Julian kurz vor ihrer Präsentation

Wir interviewen die beiden jugendlichen Gründer.

Michael, Julian, wie seid ihr auf „Jugend gründet“ aufmerksam geworden?

Vor etwas mehr als einem Jahr haben wir durch Freunde vom Wirtschaftswettbewerb Jugend gründet erfahren. Vor allem Tim Bingert, ein begeisterter Teilnehmer des letzten Wettbewerbsjahres, hat uns die Teilnahme wärmstens empfohlen. „Man erwerbe berufsrelevante Fähigkeiten und erweitere seine betriebs- und volkswirtschaftlichen Kenntnisse.“ Diese Worte fanden sofort bei uns Anklang. Darüber hinaus, hat es uns schon immer interessiert, etwas Eigenes zu entwickeln. Jugend Gründet hat sich dafür  als beste Möglichkeit angeboten. Nachdem wir uns zunächst über die Rahmenbedingungen informiert haben, stand danach relativ schnell fest: Wir werden auf jeden Fall teilnehmen!

Beim Präsentieren...

Was für eine Geschichte steckt hinter eurer Geschäftsidee?

 Nachdem die Teilnahme endgültig feststand, haben wir uns gemeinsam auf Ideensuche begeben. Schnell haben wir festgestellt, dass die besten Ideen nicht aus zwanghaftem Arbeiten, sondern eher aus einem persönlichen Bedürfnis entstehen. Selten findet sich eine gute Idee, wenn man sich konkret vornimmt, diese just in einem bestimmten Zeitraum zu entwickeln. Viel wichtiger ist es, dass man mit „offenen Augen“ durch die Welt geht und für ein aktuelles Problem, mit dem man sich konfrontiert sieht, eine Lösung findet. Allerdings ist das leichter gesagt als getan. Wir hatten viele gute Ideen, die allerdings in der Realität schon in vergleichbarer Form existierten und erfolgreich auf dem Markt umgesetzt wurden. Den genialen Einfall hatte schließlich ein Elternteil von uns. Wir griffen den Gedanken auf und erweiterten unseren Automaten um viele Funktionalitäten zu einem Produkt, das allen Bedürfnissen von Sonnenliebhabern gerecht wird und nicht nur preislich eine echte Alternative zu konventionellen Methoden darstellt. Spannend ist dabei, dass unsere Idee tatsächlich ihren Ursprung an einem Badestrand fand, da die Sonnencreme einen Tag zuvor im Hotel vergessen wurde.


...des business plans 

Was hat euch bislang bei „Jugend gründet“ am meisten Spaß gemacht?

Am meisten Spaß hat uns mit Abstand das Zwischenfinalevent in Stuttgart gemacht. Unabhängig von unserem Sieg, war das gesamte „Drumherum“ beeindruckend, angefangen bei der Werksführung bei Porsche und der atemberaubende Atmosphäre auf der Eventebene im Porsche Museum bis hin zu den interessanten Vorträgen und dem Besuch bei GFT Technologies. Gerade bei letzt Genanntem wurde die Start-Up Mentalität sehr gut vermittelt. Ein etablierter TecDax Konzern, der einmal klein angefangen hat und heutzutage zu einem führenden IT-Dienstleister im Finanzsektor gehört. Unverweigerlich ein tolles Beispiel um zu zeigen, welche Chancen Unternehmertum bereithält. Viel beeindruckender ist aber noch, dass GFT Technologies die Bedeutung von jungen Unternehmen erkannt hat. Viele Betriebe schreiben sich auf die Fahne, Nachwuchs zu fördern. Meistens scheitert ein guter Versuch aber an der Umsetzung, die in allen Belangen zu Wünschen übrig lässt. Bei GFT Technologies macht das einen anderen Eindruck, denn die packen das Thema richtig an. Man bringt unerfahrene Start-Ups mit etablierten Großkonzernen zusammen und schafft so eine gemeinsame Basis für eine erfolgreiche Zukunft. Ein Projekt, das fester Bestandteil des Unternehmens ist und auch dementsprechend gehandhabt wird. Gefördert wird das ganze durch eine offene, zeitgemäße Unternehmenskultur sowie eine kreative Arbeitsumgebung, die dazu anregt, anders zu denken und Neues auszuprobieren. Eine Anlehnung an Erfolgskonzepte im Silicon Valley, die sich dort bereits mehrfach bewährt haben.

 Was war bislang die größte Herausforderung bei „Jugend gründet“? 

Die größte Herausforderung war für uns die kompromisslose Entwicklung des Produktes. Wir hatten eine ganz bestimmte Vision vom smarten Sonnenschutz. Und damit diese Innovationen Wirklichkeit werden, dürfen diese unserer Meinung nach keinen Restriktionen unterliegen. Wir sind immer wieder auf Probleme gestoßen, an denen unser Produkt zu scheitern drohte. Wir haben uns aber nicht entmutigen lassen, sondern an unserem ursprünglichen Konzept festgehalten und überzeugt nach Möglichkeiten der technischen Realisierung gesucht. Dinge die nicht miteinander vereinbar zu sein schienen, konnten so durch innovative Denkansätze kombiniert werden. Die zweite große Herausforderung war es, ein gut harmonierendes Team zu bilden, in dem sich die einzelnen Mitglieder ergänzen und ganzheitlich das Potenzial haben, etwas Großes auf die Beine zu stellen. Anfänglich gab es kleinere Schwierigkeiten, die nach mehreren Umstrukturierungen der Gruppe zur finalen Konstellation führten. Aber auch Uneinigkeiten haben eine positive Seite: Es wurden wichtige Diskussionen angeregt, in denen wir neue Erkenntnisse gewonnen haben und diese dann mit in die Entwicklung einfließen lassen konnten. Wichtig dabei war natürlich, dass wir uns immer auf sachlicher und konstruktiver Ebene einigen konnten und wir dabei nie das übergeordnete Ziel, produktiv und zielstrebig zu arbeiten, aus den Augen verloren haben.


Geschafft!

Wie geht es nach der Schule weiter? 

Für beide von uns ist klar, dass wir nach der Schule studieren werden. Eventuell wäre es auch eine Idee vorher einen Auslandsaufenthalt zu organisieren, um auf diese Weise neue Kulturen kennen zu lernen, die Sprachkenntnisse zu verbessern und neue interessante Menschen kennenzulernen. Spätestens danach soll es dann aber wohl mit dem Studium weiter gehen. In welcher Fachrichtung wissen wir jedoch noch nicht. Interessant ist für uns vor allem für die Schnittstelle zwischen Naturwissenschaft, Technik und Wirtschaft, weshalb ein MINT-Fach mit wirtschaftswissenschaftlichen Anteil in Frage käme (z.B. Wirtschaftsingenieur, -mathematik oder auch eben klassische BWL). Hierbei ist anzumerken, dass die Auseinandersetzung mit dem Thema Unternehmertum unsere Vorstellungen von unserem späteren Leben ein stückweit auch verändert hat, da sich nun weitere Optionen ergeben.

Könnte das Unternehmertum eine Option für euch sein? 

Auf jeden Fall! Da einem Unternehmer zahlreiche Freiheiten zur Verfügung stehen, wäre das in jeder Hinsicht eine Alternative. Man kann selbst entscheiden mit welchen Themen man sich auseinander setzt und kann auch sein Vorgehen weitestgehend eigenständig bestimmen. Als Gründer können wir beide unseren eigenen Visionen nachgehen und selbst ein keines Stück zu einer besseren Welt beitragen. Ob der Weg in die Selbstständigkeit dann mit dem Solomat oder einer komplett anderen Idee erfolgen würde, können wir jetzt noch nicht sagen. Allerdings wissen wir, dass das Thema Gründung  uns auf jeden Fall weiter beschäftigen wird, was wir zu einem großen Teil "Jugend gründet" zu verdanken haben. Der Wettbewerb hat bei uns Interesse geweckt, das uns bis jetzt nicht mehr losgelassen hat und das wird wahrscheinlich auch so bleiben. 

Vielen Dank für das Gespräch!

 
WebCo, 19.04.2016