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Kunstausstellung 2018

      Großformatige Gemälde – Ergebnisse aus dem Kunstunterricht. Eine Nachlese.



Die Kunstausstellung in der Sitzmulde des Dreieich-Gymnasiums präsentierte auch in diesem Jahr wieder Kunstwerke aus insgesamt fünf Oberstufenkursen (1 Leistungskurs und 4 Grundkurse).
Grundlage für die beeindruckenden Werke war die Auseinandersetzung mit der Fotografie und mit verschiedenen kunstgeschichtlichen Epochen. Neben der Klassischen Moderne und dem Abstrakten Expressionismus, die im Mittelpunkt standen, beziehen sich die Arbeitsergebnisse auch auf kunstgeschichtlich ältere Exponate.
Die Schüler behandelten folgende Themen:

Jahrgangsstufe 11: Vorbild –Nachbild

Jahrgangsstufe 12: Malerei zwischen Zufall und Kontrolle


Galerie Vernisage

„Von der Collage zum Bild“ (Grundkurs 11, Frau Dzida)
Ausgangspunkt war die Beschäftigung mit surrealistischen Bildern und dadaistischen Collagen aus den 20-er Jahren. Die Schüler haben daraufhin eigene Collagen aus gesammeltem Foto-Material angefertigt. Die Collage ermöglicht das Erstellen von neuen inhaltlichen Zusammenhängen. Hierbei konnten die Schüler aktuelle Bezüge bearbeiten, die für sie bedeutungsvoll sind. Die Collagen wurden zeichnerisch weiterbearbeitet, zum Teil durch Abstraktion. Das gemalte Bild schließlich - scheinbar eine Einheit - will natürlich die unterschiedliche Herkunft der Bildelemente gar nicht verbergen. Es entsteht so eine Reichhaltigkeit von Themen, die jungen Erwachsenen heute unter den Nägeln brennen.

Von der Collage zum Bild (zum Vergrößern anklicken!)

„Vorbild – Nachbild“ (Grundkurs 11, Herr Huth)
Das Thema „Vorbild – Nachbild“ des Grundkurses beschäftigt sich mit einem zentralen und bedeutenden Bereich künstlerischer Produktion in der Kunst der Moderne. Nicht mehr die äußere oder innere Wahrheit bildet für den Künstler den Ausgangspunkt seines Werkes, sondern die Kunst selbst mit all dem, was sie im Verlauf ihrer Geschichte hervorgebracht hat. Die Beschäftigung mit Kunstzitaten im Unterricht bot eine Auseinandersetzung mit zeitgeschichtlichen und bildnerischen Traditionen und ein Kennenlernen von Methoden kritischer Aktualisierung von Vorbildern.  Die Schülerinnen und Schüler haben dadurch erfahren, dass das Nachbild über eine stilistische Übernahme hinausgeht und eine eigene Bildidee mit einbringt, die das Vorbild verändert, verfremdet, uminterpretiert, aktualisiert. Das Ergebnis des Grundkurses sind 20 sehr individuelle, persönliche und vor allem sehenswerte Neuinterpretationen von Kunstwerken aus den unterschiedlichsten Epochen.

Galerie Vorbild - Nachbild

„Vorbild – Nachbild(abstrahierend – kubistisch, expressiv, surrealistisch)“ (Grundkurs 11,Frau Oberndorfer)
Ausgangspunkt für den Schaffensprozess war zunächst die Auseinandersetzung mit Gemälden des Kubismus, Expressionismus und Surrealismus. Die Schüler/innen konnten sich auf Bildvorlagen (Fotografien oder Gemälde) beziehen, die für sie persönlich von besonderem Interesse waren, auf die sie inhaltlich und gestalterisch reagieren wollten. Die abstrahierenden Umgestaltungen zeigen Stilzitate, wobei das Inhaltliche in starkem Maße Persönliches der Jugendlichen widerspiegelt.


Vorbild - Nachbild Gk Oberndorfer ( zum Vergrößern anklicken!)

Zwischen Zufall und Kontrolle“ (Grundkurs 12, Herr Huth)
„Abstrakte Kunst? Das kann doch jeder!“ Diese Aussage treffen viele. Und genau damit wollten wir uns im Kunstunterricht der Oberstufe auseinandersetzen. Was kennzeichnet abstrakte Kunst? Wie können wir abstrakte Kunst verstehen? Was ist „gute“ abstrakte Kunst? All diesen Fragen und noch vielen weiteren wollten wir in unserer Unterrichtseinheit auf den Grund gehen. Als Ausgangspunkt diente uns zunächst Gerhard Richters Werk „Holländische Seeschlacht“ und die Verwendung unserer fünf Sinne, was letztlich erst die formelle Auseinandersetzung mit diesem Bild und weiteren abstrakten Kunstwerken ermöglichte. Im Weiteren schauten wir Richter beim Arbeiten durch den Film „Painting“ genau über die Schulter und experimentierten mit unterschiedlichen Zufallsverfahren, um selbst malerisch abstrakte Ausdrucksmöglichkeiten zu erlangen. Die sehr gelungenen Ergebnisse haben die Schülerinnen und Schüler überrascht, zeugen sie doch von der tiefgreifenden Auseinandersetzung mit diesem nach wie vor hochaktuellen Thema.

Zwischen Zufall und Kontrolle (zum Vergrößern klicken!)

„Abstrakter Expressionismus“ (Leistungskurs 12, Frau Oberndorfer)

Für die Schülerinnen und Schüler des Abiturjahrgangs, die sich mit dem Abstrakten Expressionismus auseinander setzten, ging es vor allem darum, vielfältige Erfahrungen beim prozesshaft/experimentellen Gestalten zu gewinnen. Mit zahlreichen Vorübungen auf Papier konnten sie sich an die ungewohnte Arbeitsweise herantasten und auch die hilfreiche Erkenntnis gewinnen, notfalls durch eine komplette Übermalung einen Neuanfang zu starten, mit dem das Bild in eine völlig andere Richtung gelenkt werden konnte. Letztendlich ist vielen Schülern dabei klar geworden, welch intensive Auseinandersetzung in einem abstrakten Werk komprimiert ist und wie sehr sich die eigene Person in den künstlerischen Werken widerspiegelt.

Galerie Abstarkter Expressionismus

Dank des großzügigen Sponsorings der Firma SOCIONEXT konnten alle Schüler/innen ihre Ideen mit Acrylfarben auf großen Leinwänden verwirklichen; für die meisten eine neue und spannende Erfahrung.
Eine Auswahl der präsentierten Bilder wird nach dem Ende der Ausstellung im Firmengebäude in der Pittlerstraße (Fujitsu) gezeigt werden.


WebCo,17.05.2018