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Dreieichschule
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Tel: 06103-303390
Fax: 06103-3033911




>> Teil 2
Gespräch mit
Schulleiter Bernhard Zotz (Teil 1)




> Einleitung
> Selbstbeschreibung
> Was hat sich verändert?
> Bernhard Zotz mag's musisch
> Zukunftspläne
> Was folgt im zweiten Teil?
>
Seit diesem Halbjahr gibt es einen anderen Schulleiter an der DSL. Herr Voigt, der ehemalige Schulleiter, wurde in den Ruhestand verabschiedet und konnte die Leitung übergangslos in die Hände von Herrn Bernhard Zotz legen. Seit Februar 2005 hat die DSL also einen neuen Schulleiter, aber wirklich neu an der DSL ist Herr Zotz nicht.
Wie das?
Von 1982 bis 1994 war er als Lehrer mit den Fächern katholische Religion und Biologie bereits an der DSL tätig und ist nach verschiedenen Stationen an anderen Schulen an seine erste Wirkungsstätte zurückgekehrt.

Für das Webteam waren das Gründe genug, um den Schulleiter in einem intensiven Gespräch zu seinen Ideen und Vorstellungen zu befragen. Im folgenden zweiteiligen Interview steht er Rede und Antwort.
Unsere Fragen umfassen drei Themenbereiche:
die Person - Einstellungen und Ansichten
die Situation der Dreieichschule
die Zukunft von Schule im weiteren Sinne
>



mit Schulleiter Bernhard Zotz
>
Warum wollten Sie Lehrer werden?
Schon sehr früh habe ich in der kirchlichen Jugendarbeit Verantwortung übernommen. Ich habe Freizeiten organisiert, Gottesdienste musikalisch gestaltet und war als Jugendvertreter Mitglied in den Gremien meiner Gemeinde. Ich habe sehr gern mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet und mit ihnen meine Freizeit verbracht.

Da war es naheliegend auch beruflich mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten. Nach meiner Schulzeit und der Wehrpflicht studierte ich dann katholische Theologie und Biologie für das Lehramt in Marburg.

Seit 1980 bin ich im Schuldienst und habe bisher noch nie meine Berufsentscheidung bereut. Nach wie vor macht es mir Spaß und Freude mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten, auch ehrenamtlich in meiner Freizeit.

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> So beschreibt sich Bernhard Zotz mit 5 Begriffen:

- ehrgeizig
- humorvoll
- musikalisch
- zielstrebig
- durchsetzungsfähig


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>
Was haben Sie gemacht, nachdem Sie nach 12 Jahren die DSL verlassen haben?
Das ist schnell gesagt.
1992 – 1994 war ich an die Schulabteilung des Regierungspräsidiums in Darmstadt abgeordnet und habe nur noch an einem Tag drei Oberstufenkurse an der DSL betreut. Danach unterrichtete ich 5 Jahre am Lessing-Gymnasium Lampertheim. In dieser Zeit bin ich nach Bensheim gezogen und wohne seitdem dort mit meiner Familie.

Nach diesen 5 Jahren habe ich mich erfolgreich auf die Stelle eines Studienleiters an der Georg-August-Zinn-Schule in Reichelsheim (Odenwald) beworben. Dies war eine sehr reizvolle Stelle, galt es doch, in Reichelsheim eine Oberstufe aufzubauen. In dieser Zeit, immerhin 5 ½ Jahre, habe ich sehr viel in der Schulleitung verantwortlich mitgearbeitet und Schule gestaltet.

Letztlich hat diese Arbeit in mir den Wunsch aufkommen lassen, mich auf die Stelle eines Schulleiters zu bewerben. Dass es nun gerade die Schulleiterstelle jenes Gymnasiums geworden ist, das ich vor ca. 12 Jahren verlassen hatte, hat einen besonderen Reiz.
>
Was hat sich in den 12 Jahren Abwesenheit an der DSL verändert?
Es hat sich einiges verändert.

Als ich 1994 die Schule verlassen habe, war vor allem der Außenbereich der Schule in einem schlechten Zustand. Die Sanierung des Schulhofs und die Außengestaltung haben das Bild der Schule aufgewertet. Auch ist mir sofort der Anbau aufgefallen, der den Schülertrakt erweitert hat. Ebenso der Eingangsbereich, an dem mir gefällt, dass hier bereits der Besucher von dem Kollegium und der Schulleitung der DSL begrüßt wird, zumindest in Form eines Portraits.



Allerdings hat es mich gefreut, dass auch einiges beim Alten geblieben ist. Dazu gehört auch die herzliche Begrüßung durch meine Kolleginnen und Kollegen von damals.

In den letzten Wochen konnte ich mich davon überzeugen, dass auch konzeptionell und pädagogisch sich vieles verändert hat und viele junge und engagierte Kolleginnen und Kollegen hinzugekommen sind. Die DSL hat sich deutlich weiter entwickelt und große Schritte nach vorne getan. Dies ist vor allem auch ein Verdienst meines Vorgängers, Herrn Voigt.
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So sah die Fassade der Turnhalle noch vor wenigen Jahren aus.
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Was hat Sie bewogen, als Schulleiter wieder an die DSL zurückzukehren?
Entscheidend hierfür waren meine Arbeit und meine Erfahrungen an der Georg-August-Zinn-Schule in Reichelsheim.

Als ich 1999 nach Reichelsheim kam, war u.a. auch die Stelle des Schulleiters vakant. Es blieb mir nichts anderes übrig, als sehr schnell auch dessen Aufgaben zu übernehmen. Also präsentierte ich die Schule nach außen, gestaltete sie mit nach innen und übernahm zunehmend Verantwortung.

Nach zwei Jahren wurde dann die Schulleiterstelle besetzt. Allerdings haben mir diese zwei Jahre und natürlich auch die Jahre danach gezeigt, dass mir die Aufgaben in der Schulleitung und speziell die eines Schulleiters Spaß und Freude machen.

Nachdem ich nun bereits 25 Jahre im Schuldienst bin, suchte ich eine neue Herausforderung. Dass ich sie nun gerade dort gefunden habe, wo ich als Lehrer groß geworden bin und mir meine ersten Sporen verdienen durfte, hat für mich einen besonderen Reiz.
> Auszug aus der Langener Zeitung
vom 20.01.2005
>
Worin besteht der Alltag eines Schulleiters?
Nach den ersten Tagen und Wochen muss ich sagen, dass es einen routinemäßig ablaufenden Alltag nicht gibt.

Natürlich hat man feste Termine, darunter auch die eigene Unterrichtsverpflichtung, jedoch hält jeder Tag Überraschungen bereit, die nicht vorhersehbar und planbar sind. Da gilt es dann ad hoc Entscheidungen zu treffen, deren Auswirkungen man manchmal nur erahnen kann.

Allerdings macht dies die Arbeit auch spannend und abwechslungsreich. In den nächsten Wochen werde ich daran arbeiten, auch die Routinearbeiten eines Schulleiters zunehmend in den Griff zu bekommen. Sie sind für mich noch nicht Alltag.

Vielleicht stellt ihr mir diese Frage noch einmal in einem oder in zwei Jahren. Ich bin gespannt, was ich dann darauf antworten werde.
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Auszug aus einem Leserbrief vom 11. April 2005 an das Webteam der Dreieichschule
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Was haben Sie studiert?
Katholische Religion und Biologie an der Philipps-Universität in Marburg.
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Welche Fächer unterrichten Sie?
Natürlich beide Fächer, wobei allerdings der Religionsanteil immer etwas höher war. Das liegt vor allem daran, dass es häufig an Religionslehrern fehlt. Bislang habe ich es nicht bereut, diese Fächer studiert zu haben. Sie machen mir im Unterricht immer noch Spaß und vor allem ergänzen sie sich auch hervorragend.

In der Biologie werden viele Bereiche thematisiert, die auch einer intensiven ethischen und moralischen Würdigung zu unterziehen sind. Als Beispiele seien genannt: Gentechnik, Klonen, embryonale Stammzellen u.v.m.
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Wie sehen ihre Zukunftspläne für die DSL aus?
Was würden Sie gerne verändern?
Hier möchte ich einen Schwerpunkt nennen: die DSL ist das Standortgymnasium für die Städte Langen und Egelsbach.

Ziel muss es sein, alle Gymnasialschüler der beiden Gemeinden soweit an die DSL zu binden, dass sie hier ihre Abiturprüfung ablegen. Natürlich hat die DSL durch ihre festgesetzte Fünfzügigkeit nicht die Möglichkeit, alle Schüler aus dem Einzugsbereich aufnehmen zu können.

Daher ist es unerlässlich, mit den weiteren weiterführenden Schulen (ARS und AES) intensiv zusammen zu arbeiten. Es muss den Eltern deutlich werden, dass ihr Kind in den Langener Schulen gut auf die Oberstufe vorbereitet wird, um dann an der DSL das Abitur erlangen zu können. Kooperation und Koordination mit den Nachbarschulen sind ein zentrales Anliegen.

Auch an der DSL wird es einige Neuerungen geben, ich nenne hier z.B. die Bläserklasse im kommenden Schuljahr.



Weitere Aktionen sind mit dem Förderverein, dem Kollegium und den Eltern in Planung. Ich möchte mich hier nicht weiter in Ankündigungen ergehen, vielmehr sollen die Taten zählen.
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Was werden Sie anders machen als ihr Vorgänger?
Mein Vorgänger, Herr Voigt, muss eine gute Arbeit gemacht haben, denn er hat mir eine vollkommen intakte Schule übergeben. Wie er das geleistet hat, habe ich in den letzten Jahren nicht verfolgen können. Also ist es für mich schwierig zu beurteilen, was ich anders machen werde.

Zunächst möchte ich es ihm gleichmachen, d.h. über viele Jahre die DSL erfolgreich begleiten, führen und gestalten. Jeder Mensch hat andere Charakterzüge und es wird in dieser Frage vielleicht am besten sein, in einiger Zeit sie durch die Schüler, Eltern und Lehrer der DSL beantworten zu lassen.
> Wird fortgesetzt
Im zweiten Teil spricht der Schulleiter darüber, wie er über Lehrerknappheit denkt, über Rauchen, Internet, PISA, Zentralabitur und vieles mehr
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Pascal W., Alec D. (oben im Bild beim Interview mit Schulleiter Zotz)
Webteam, 15.04.2005