logo

Zurück zur Startseite











Bilder des Salons



Über G.Oettinger.Mehr>

HP EU-Kommissar Oettinger


Links zu Europathemen auf unserer Homepage:

Quo Vadis Europa?

Europ. Staatsschuldenkrise

Langen in Europa

Europaplanspiel




Günther Oettinger zu Gast auf der Couch









Günther Oettinger bei seinem Plädoyer für ein Mehr an Europa

Nach Besuchen diverser Vertreter aus Politik und Wirtschaft sowie dem großen Werner-Holzer-Abend am Dienstag lud der politische Salon nun schon zur 10. Veranstaltung. Zu diesem Anlass durften die Organisatoren, Jörg Couturier und Stefan Trier, den EU-Kommissar für Energie, Günther Oettinger, als Special Guest begrüßen. Die Veranstaltung, die um 11:00 Uhr im voll besetzten Musiksaal begann, stand unter dem Motto „Europa – unsere Zukunft!?“. So wurde der politische Salon, der in diesem Jahr ganz auf das Thema Europa ausgerichtet war, weitergeführt.

Die Schulleiterin begrüßt den prominenten Gast

Mit einem einführenden Vortrag startete der CDU-Politiker, der vor seiner Tätigkeit als EU-Kommissar baden-württembergischer Ministerpräsident war, in eine interessante sowie aufschlussreiche Veranstaltung. Oettinger referierte über die Chancen und Konfliktpotenziale Europas, erörterte die Frage zur Funktion der Europäischen Union und hob die Bedeutung Europas hervor.
Zunächst ging der EU-Kommissar auf die Entstehung der Europäischen Union ein und spielte dabei auf die historischen Ereignisse wie die Kriege zur Zeit Napoleons (z.B. die Völkerschlacht) und die beiden Weltkriege an. Aufgrund dieser erschütternden Erlebnisse entstand der Wunsch nach Friede und Kontinuität, der letztendlich in der Europäischen Union staatsübergreifen vereinigt wurde. Zudem nannte Oettinger die Vorzüge Europas wie beispielsweise die durch das Schengener Abkommen ermöglichte Freizügigkeit und die gemeinsame Währung.
Der EU-Kommissar ist der Ansicht, dass trotz Staatsschuldenkrise und mangelndem europäischen Bewusstsein der europäische Friedens- und Integrationsprozess unsere Zukunft sei, da Europa nur durch Teamwork, Kommunikation und Kooperation neben Amerika und China zu den führenden Weltmächten gehören könne. Die Grundlage für ein perspektivisch starkes Europa stelle dabei die Mitarbeit einer solidarischen, europäischen Bürgerschaft und vor allem eine europäische Denkweise dar, die sprachen-, kulturen- und religionsübergreifend sei.


Im Musiksaal war kein Platz mehr frei.

                                                            
                                   Aufnahmen von Florian Ulrich

                                                               

                                           
Abschließend sprach der Kommissar den Themenkomplex Energie an und ging dabei auf den steigenden Energiebedarf, die Notwendigkeit, Strom zu sparen sowie das Problem, Energie in großen Mengen nicht speichern zu können, ein.
Im Anschluss nahm Oettinger auf der inzwischen symbolträchtigen Salon-Couch Platz, um sich den
Fragen der Moderatoren und des Auditoriums zu stellen. Auf die niedrige Wahlbeteiligung bei den Europawahlen und die Gefahr europakritischer Parteien angesprochen, forderte Oettinger, die Wahl zum Europäischen Parlament ernst zu nehmen und seine Stimme abzugeben, um die Demokratie nicht nur zu erhalten, sondern auch zu stärken.
Eine Frage zur Rolle Deutschlands als Hegemonialmacht, verkörpert durch einen deutschen Parlamentspräsidenten, der sogar Kommissionspräsident werden könnte, sah unser Gast gelassener und meinte, eine gute Demokratie sei ein Wettbewerb. Zudem sei Martin Schulz ein überzeugter Europäer, der nicht zuerst die nationale Brille
aufziehe.
Auf die Frage, wie der Preis der 2003 eingeführten Emissionsrechte so niedrig sein könne (unter 5 €), wenn eine Energiewende vorangebracht werden solle, antwortete Oettinger, dass zu viele Emissionsrechte angeboten würden und eine geringe Nachfrage herrsche, sodass der Preis sinkt. Zudem sprach sich der Energiekommissar dafür aus, die Entscheidung über die Wahl der Energieproduktionsstätten in nationaler Hand zu lassen und die Interessen einzelner Staaten zu akzeptieren.
Trotz seiner Funktion als Kommissar zeigte sich Oettinger bei der nächsten Frage bereit, kleinere Themenkomplexe an die nationalen Regierungen abzugeben, sodass nur bei größeren Zusammenhängen mehr Kompetenzen an Europa gingen.
Zum Schluss lobte der einzige deutsche Kommissar die Idee des politischen Salons und bot an, noch einmal wiederzukommen. Alles in allem war die Stunde zwar viel zu kurz, aber dennoch sehr interessant und vor allem eines: Politik auf höchstem Niveau!

Gruppenbild mit Dame:
Bürgermeister Gebhardt, S.Trier, EU-Kommissar G. Oettinger, Frau Höreth-Müller, J. Couturier

WebCo, 0811.2013