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Dreieichschule
Gymnasium des Kreises Offenbach
Goethestr. 6, 63225 Langen
Tel: 06103-303390
Fax: 06103-3033911





Personalrat der Dreieichschule Langen:
Offener Brief






> Die Entmutigung ist groß
> Der Abbau des Stammpersonals geht weiter
> Qualifizierter Unterricht fällt nach wie vor aus
> Das Schulamt kann Stellenbedarf nicht decken
> Bürokratisierung und Kontrollen immer größer
> Die vielen Aktivitäten werden als Belastung empfunden
> Schleichende Verschlechterung der Schulsituation


Der Personalrat der Dreieichschule Langen wendet sich in tiefer Ratlosigkeit an die Öffentlichkeit: Der Stillstand der aktuellen Politik in Hessen verdeckt die grundlegende Krise der Bildungsanstrengungen, nicht nur an den Gymnasien!


Die Entmutigung ist bei Eltern, Lehrern und Schulleitung groß, nachdem man hier seit vielen Jahren mit Vorschlägen  und Appellen um Verbesserungen gekämpft hat. Doch es sind einfach keine Fortschritte sichtbar, im Gegenteil, mittelfristig sind noch mehr Verschlechterungen zu erwarten:
Abbau des Stammpersonals
Der Abbau des Stammpersonals geht weiter.

Inzwischen decken wir schon mehr als 10% unseres Unterrichts mit BAT-Kräften, die halbjährig neu eingestellt werden. Das erschwert kontinuierliche Zusammenarbeit, immer neue Lehrer tragen Unruhe in die Klassen und pädagogische Konzepte versickern. Auch müssen besondere Aufgaben, wie das Abitur, von einer immer kleineren Kernmannschaft bewältigt werden. 
Qualifizierter Unterricht
Qualifizierter Unterricht fällt nach wie vor aus.

Vertretungskräfte (U+) ganz unterschiedlicher Qualität, die Einzelstunden in ihnen ganz fremden Klassen halten müssen, bekommen dort natürlich kein Bein auf den Boden. Nach Elternrecherchen sind in einzelnen Klassen der Mittelstufe mehr als 80 % des Vertretungsunterrichts nur Beaufsichtigung oder Ruhigstellung, ohne Lernzuwachs. Was für eine Augenwischerei, was für eine Geldverschwendung!
Stellenbedarf
Das Schulamt kann selbst den von ihm anerkannten Stellenbedarf an der Dreieichschule nicht decken.

In immer mehr Fächern gibt es kurz- und mittelfristig keine Lehrkräfte, die man einstellen dürfte, wenn man könnte -  z.B. in Latein, Spanisch, fast allen Naturwissenschaften, Informatik, Musik, Kunst, Politik und Wirtschaft. Das heißt, der Kampf  um jeden fertigen Referendar (LiV) eröffnet diesen goldene Zeiten, aber für die Schulen wird es immer schwerer.

Folge ist ein Abwerbungskampf, mehr fachfremder Unterricht oder eine Unterrichtskürzung, bei uns z.B in Musik. Kleinere Leistungskurse  in Nebenfächern stehen jedes Jahr zuerst zur Disposition – Schüler, die z.B. Leistungskurse in Musik oder Physik erwarten, können nicht langfristig darauf vertrauen.
Die Bürokratisierung und die Kontrollen werden immer größer.
Die Bürokratisierung und die Kontrollen werden immer größer.

War z.B. das Abitur früher in zwei Wochen zu bewältigen, dauert es heute mehr als drei Wochen. Allein die Zahl der verlangten mündlichen Prüfungen hat sich verdoppelt. Damit fallen mehr Kollegen mehr Zeit für den normalen Unterricht aus, Fachräume sind gesperrt.
Belastung

Die vielen Aktivitäten, die Lehrerinnen und Lehrer unserer Schule immer noch anbieten – von Projekten über AGs bis hin zu Musical und Schüleraustausch – werden dadurch immer mehr als Last und Belastung des Kernbetriebs empfunden, obgleich sie von allen gewollt und als Bereicherung und notwendiger Bestandteil des Schullebens  anerkannt sind.
Schleichende Verschlechterung


Viele Gespräche auch in anderen Schulen des Kreises zeigen uns, dass dort die Probleme ähnlich sind, dass die schleichende Verschlechterung der Schulsituation alle betrifft.

Sie nur wegen der zurückgehenden Schülerzahlen und der dadurch entstehenden Konkurrenzsituation zwischen den Schulen unter der Decke zu halten oder herunter zu spielen, hält der Personalrat für falsch. Denn nur gemeinsam wird sich etwas ändern lassen, zumal alle Prognosen hinsichtlich der Zahlen an Lehrerstudenten und Pensionierungen eine Verschärfung der Situation erwarten lassen
.

Deshalb bitten wir um Unterstützung für ein verändertes Denken, für eine andere Prioritätensetzung  in der Landespolitik. Es geht in den Köpfen um eine Aufwertung des Bildungsbereichs, nicht mehr um kleine Korrekturen! Das fängt bei einer besseren Lehrerversorgung an, hört aber damit nicht auf.

Für den Personalrat
Wolfgang Tschorn
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