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Über
das Bauen
von Menschenpyramiden
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Das Planen und Bauen von Gruppenpyramiden ist im
Rahmen der Zirkuspädagogik eingebettet in die Unterrichtsreihe „Partner-
und Gruppenakrobatik“. Didaktisch-methodische Grundlage für
die Unterrichtsreihe ist der Lehrplan für den gymnasialen Bildungsweg
des hessischen Kultusministeriums (HKM) im Fach Sport.
Hier heißt
es u.a. zu den Inhalten und Zielen des Sportunterrichts, dass Schüler-
und Handlungsorientierung anzustreben sind und „ vermehrt Übungen
anzubieten [sind], die die Zusammenarbeit von mehreren Schülern
erfordert“ und dabei kooperatives Verhalten fördern.
Zudem wird im Lehrplan gefordert, dass die individuellen motorischen
Eigenschaften (Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer, Beweglichkeit, und koordinative
Fähigkeiten) mit dem Ziel zu verbessern sind, die Schülerinnen
und Schüler zu befähigen, sportliche Aktivitäten selbstständig
zu organisieren und zu variieren (vgl. HKM, Lehrplan, 2003, S.6).
Im neuesten Lehrplan für das Fach Sport wird
die Partner- und Gruppenakrobatik dem Bewegungsfeld „Bewegen
an und mit Geräten“ zugeordnet. Unter dem Begriff „ Mehrperspektivischer
Unterricht“ werden verschiedene mögliche pädagogische
Perspektiven zusammengefasst, die im Sportunterricht wichtige Inhalte
darstellen sollten.
(zur Fortsetzung)
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Jungenpyramiden |
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Mädchenpyramiden |
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(fortgesetzt)
Beim Pyramidenbau werden auf spielerische Weise verschiedene dieser
pädagogischen Perspektiven, wie z.B.
> „Gesundheit fördern,
Gesundheitsbewusstsein entwickeln“,
>
„Kooperieren, [...]
und sich verständigen“, '
>
„sich körperlich ausdrücken,
Bewegung gestalten“,
> „Sinneswahrnehmung verbessern, Bewegungserlebnis
und Körpererfahrung erweitern“ und
>
„etwas wagen und
verantworten“ besonders gut realisiert.
(zur Fortsetzung)
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(fortgesetzt)
Dabei werden Fähigkeiten wie Kraft, Beweglichkeit,
Körperspannung, Gleichgewicht, Konzentration und Einfühlungsvermögen
erfahren und weiterentwickelt. Durch eine vorgeschaltete Phase der
Pyramidenplanung wird zudem bei den Schülerinnen und Schülern
noch die Anwendung der kognitiven (mentalen) Fähigkeit des problemlösenden
Denkens geschult.
Damit stand die Unterrichtsreihe vor allem zwischen zwei didaktischen
Konzeptionen, deren Inhalte in der Unterrichtsreihe teilweise vermischt
wurden:
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Zum einen wurde die sinngeleitete Mehrperspektivität der
Handlungsfähigkeit im Sport verfolgt und
-
zum anderen das fachdidaktische
Konzept der Körpererfahrung umgesetzt.
Um die Kinder auf die Anforderungen beim Pyramidenbau vorzubereiten
wurden vor dem eigentlichen Pyramidenbau zunächst verschiedene Übungen
zum Einstimmen, Kennenlernen und Zusammenspielen der Gruppenmitglieder
durchgeführt. Es folgten Vertrauensübungen und Übungen
zum Aufbau von Kraft und Körperspannung.
Der besondere Reiz der Akrobatikstunden im Sportunterricht lag zum
einem in den verschiedenen Formen der Aufführungen und des Präsentierens
und zum anderen im kreativen Miteinaderarbeiten der Schülerinnen
und Schüler.
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Infobox: Wichtige Elemente der Akrobatik im Sportunterricht
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Übersicht |
Zusammenspiel
der verschiedenen Paare und Gruppen,
Beweglichkeit
und Dehnfähigkeit bestimmter Muskelgruppen und Gelenksysteme,
Kraft
und Körperspannung,
Gleichgewichts-
und Orientierungsvermögen,
Vertrauen,
Konzentration,
Präsenz im Raum und Darstellungsvermögen,
Bewusster Umgang mit dem Körper,
„Langsamkeit“ bei
der Ausführung.
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mit
Ruben, Tom, Viktoria und Henrike
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Ihr habt in den letzten Wochen Menschenpyramiden im Sportunterricht gebaut. Wie hat Euch das gefallen?
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Ruben:
Ich fand es toll, weil man zusammen arbeiten konnte und so Vertrauen
in die anderen bekommen hat.
Tom:
Gut! Wir konnten die Pyramiden selber bauen und dazu braucht man Kreativität
(siehe Bild "Bei der Planung der Pyramide" unten). Es hat Spaß gemacht.
Viktoria:
Es war lustig sich gemeinsam Pyramiden auszudenken und sie umzusetzen.
Henrike:
Ich fand es auch total schön!
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Bei der Planung der Pyramide |
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Ist es schwer Menschenpyramiden zu bauen?
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Ruben:
Ja, da man teilweise Personen auf dem Rücken tragen musste und diejenigen die oben waren hatten es nicht leicht ihre Füße so abzustellen ohne den anderen weh zu tun.
Viktoria:
Vor allem, wenn die auf die Pyramide sollten nicht herauf konnten oder wenn die länger brauchten um hoch zu kommen, fingen die unteren immer an zu jammern, weil sie so lange halten mussten. Schwer waren auch die verschiedenen Figuren wie Handstand oder Spagat.
Henrike:
Es war auch nicht immer einfach, so viele unterschiedliche Ideen in den Pyramiden unter zu bringen. Manchmal wurde es auch oben relativ wackelig.
Tom:
Beim Umsetzen kam es manchmal zu Problemen, weil das geplante manchmal zu schwierig war. Dann mussten wir umstrukturieren.
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Ein Haufen |
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Steffen Brockmann,
Webteam, 14.06. + 15.06.2006 |
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