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               Sophokles

              Vorgeschichte
         
             

     
      Thomas Sturmfels führt
        Regie und hat den Text für
        Aufführung bearbeitet.





         

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        "Uralt und dennoch                       hochaktuell", LZ/op, 9.7.2015
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Antigone








                                              Antigone oder so...

Eine Theatergruppe, bestehend aus acht Individualisten, möchte die "Antigone" von Sophokles proben und auffführen.
Völlig unerwartet kommen noch zwei Spieler hinzu, die nicht so leicht zu integrieren sind. Es gibt Streit über die Arbeit am Stück und die Rollenverteilung, persönliche Zu- und Abneigungen stellen die Gruppe vor Probleme.



                                                
                            Eine Theaterbesprechung von Brilli Walter

Am 7. und 8. Juli 2015 wurde in der Stadthalle Langen ein tolles Schauspiel unter der Leitung von Herrn Sturmfels dargeboten. Es trug den Namen “Anti(e)gone oder so...“ und handelte von der gleichnamigen, griechischen Sage.
Nun aber zur Handlung…
In der Stadt Theben regierte König Kreon. Unter Todesstrafe hatte er verboten, dass der Leichnam des nach Kolonos verbannten Polyneikes in Theben bestattet und betrauert werden konnte. Polyneikes wurde als Verräter betrachtet, da er in den Krieg gegen seine Heimatstadt Theben gezogen war. Antigone, Schwester Polyneikes und Nichte von Kreon, widersetzt sich jedoch diesen Regeln.
Sie begräbt ihren Bruder nach dessen Tod trotz Verbot in der Nacht in Theben. Ihr Gewissen lässt es nicht zu, dass ihr Bruder in Schande und unbestattet irgendwo außerhalb von seiner Heimatstadt Theben liegen soll.
Sie möchte jedoch auch die Götter nicht erzürnen. Als sie bei ihrem Handeln ertappt wird, ist ihr der Tod gewiss. Kreon lässt seine Nichte einmauern, die sich zuvor erhängt und daraufhin eine Kette von Suiziden auslöst.
Ihr Verlobter Haimon, Sohn Kreons erdolcht sich und seine Mutter Königin Eurydike nimmt sich, als sie vom Tod ihres Sohnes erfährt, ebenfalls das Leben. Zurück bleibt ein gebrochener König, der seinen Starrsinn bereut, wenn auch zu spät.



In diesem Schauspiel der Theater IG von Herrn Sturmfels erhielten wir Zuschauer einen Einblick in eine Theatergruppe, die versucht das Drama „Antigone“ einzustudieren. Konstantin (Sebastian Möller-Palza), der seiner Meinung nach alles beherrschte, brachte die Zuschauer mit seiner manchmal versteckt, aber meist offensichtlichen Angeberei und seinen Sprüchen zum Schmunzeln. Er war stets der Meinung alles besser zu können und er sei als Einziger in der Lage, die Theateraufführung zu retten.
Katharina, gespielt von Janine Werner, bewahrte die Theaterproben stets vor dem Chaos, wenn die kleine, verpeilte Susi (Roya Hadji)  mit ihren Fragen alles durcheinander brachte.
Ole Aurich überzeugte mit seiner Rolle als Kevin-Marcel. Dieser musste Sozialstunden im Theater leisten. Er fühlte sich jedoch komplett fehl am Platz und fand das auch ziemlich blöd, was da so gemacht wurde. Sein Desinteresse an dem Stück zeigte er auch deutlich und trieb den Zuschauern des Öfteren die Tränen in die Augen vor lauter Lachen, wenn er beispielsweise in der Nase bohrte oder blöde Fragen stellte.


Trotz seines Alters von mehr als 2.500 Jahren hat das Drama „Antigone“ auch heute nichts an Aktualität verloren. Schließlich werden Themen wie “Willkürliche Verbote von Erwachsenen“ oder “Auflehnung gegen diese Verbote“ behandelt. Bemerkenswert war, wie uns Katharina die damalige Situation von Antigone vor über zweitausend Jahren näher brachte. Nur allzu oft spielte sie damit auf die heutigen Auseinandersetzungen zwischen Eltern und Kindern an, was die Zuschauer mit nachdenklichem Schmunzeln quittierten.
Ganz gleich auf welche Art dieses Drama inszeniert wird, so verliert es garantiert nie seine Bedeutung, Aktualität und seinen Zauber. Die Theatergruppe von Herrn Sturmfels hat das Stück mit viel Witz und Charme den Zuschauern ans Herz gelegt und ich bin sicher, dass wir Zuschauer diesen Abend so schnell nicht vergessen werden.

Weitere Akteure in Schauspiel “Anti(e)gone, oder so…“ waren:
Aglaia (Deliah Weiß), Tom (Tim Bischoff), Emily (Jessica Spelten), Tippi (Patricia Heidler Palanco), Chantal (Laura Untch) und zu guter Letzt Mario Francesco Carlo (Fabian Treber).

Wir alle freuen uns schon sehr auf die nächsten Veranstaltungen der DS in der Stadthalle Langen und sind uns sicher, dass auch diese Veranstaltungen wieder reges Zuschauerinteresse erhalten werden. Schon sehr bald steht das Sommermusical “Hairspray“ auf dem Spielplan, was sicherlich wieder eines der Highlights des laufenden Jahres zu werden verspricht.


WebCo,08.072015