
Am 28.10.26 bietet sich unseren Schülerinnen und Schülern am Morgen bei der Ankunft an der Dreieichschule ein ungewohntes Bild: Feuerwehr und Rettungswagen, ein verunfalltes Auto, Polizeiwägen und ein Leichenwagen dominieren den Schulhof.
Zum Glück liegt keine ernsthafte Notsituation vor, sondern es handelte sich um den Aktionstag „Crash Kurs“ – ein Präventionsprogramm der Polizei Hessen für junge Fahrerinnen und Fahrer, ein Angebot für den gesamten Jahrgang der Q1.
Absolute Stille herrscht in der dunklen Turnhalle, als die ersten Bilder der Präsentation von der Polizei gezeigt werden. Es sind Bilder von Unfällen, bei denen junge Menschen im Alter der Schülerinnen und Schüler ums Leben gekommen sind.
Die anschließenden Berichte der einzelnen Ersthelfer sind sehr bewegend, so berichtet der Leiter der Feuerwehr in Langen von einem schweren Verkehrsunfall am Ende der 661 kurz vor Egelsbach, bei dem eine 16-Jährige verstarb.
Auch der Bericht der Notfallseelsorgerin, die einen Mann betreuen musste, der eine Radfahrerin überfahren und getötet hatte, zeigt, dass ein Unfall, egal, ob man Betroffener oder Verursacher ist, das Leben vieler Menschen für immer verändert.
In anschließenden Workshops konnten sich die Schülerinnen und Schüler ein Bild von der Arbeit der einzelnen Mitglieder der Rettungskette machen.
Am Einsatzwagen des Rettungsdienstes wurde am eigenen Leib erprobt, wie eine Wirbelsäulenverletzung erstversorgt wird, die Polizei machte mit Rauschbrillen und einem Parcours auf die Gefahren von Alkohol und Drogen am Steuer aufmerksam.
In einer anderen Gruppen konnte man erfahren, wie sehr die Ablenkung durch ein Handy das Reaktionsvermögen beeinflusst. Mit dem Team der Notfallseelsorge wurde überlegt, ob und wie man in einer solchen Ausnahmesituation helfen kann.
Auch eine Bestatterin war vor Ort, um zu zeigen, was passiert, wenn alle geleistete Hilfe nicht erfolgreich war.
Wir bedanken uns an dieser Stelle auch noch einmal ganz herzlich bei allen Helfern der Rettungskette, die uns an diesem Vormittag Einblick in ihre wichtige und lebensrettende Arbeit gegeben haben.
Insgesamt war es ein sehr emotionaler, nachdenklich stimmender Tag, der manche von uns auch im Nachhinein noch beschäftigt hat.
In Anbetracht der Tatsache, dass jeder fünfte Unfall in Deutschland eine Person unter 25 Jahren betrifft, konnte diese Aktion aber hoffentlich viele Schülerinnen und Schüler unserer Q1 erreichen.
Nadine Krasa





