Ein Stück Schulgeschichte kehrt zurück

 

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die große Freude bereiten. In diesem Fall war es ein Abibuch – genauer gesagt das Abibuch des Jahrgangs 2004 der Dreieichschule.

Unsere Schule archiviert die Abibücher bereits seit 1982. Über Jahrzehnte hinweg sind so unzählige Erinnerungen, Geschichten, Fotos, Frisuren-Experimente und mehr oder weniger gelungene Abi-Mottos zusammengekommen. Umso bedauerlicher war es, dass aus unserer Sammlung drei Exemplare fehlten. Eines davon war das Abibuch des Jahrgangs 2004.

Umso größer war meine Freude, als uns nun Nina Heine vom Abiturjahrgang 2000 ihr persönliches Exemplar von 2004 schenkte und damit eine Lücke in unserem Archiv schließen konnte.

Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich im Namen der gesamten Schule für dieses wunderbare Geschenk bedanken! Es ist keineswegs selbstverständlich, sich von einem so persönlichen Erinnerungsstück zu trennen.

Für mich persönlich war es eine ganz besondere Freude, durch die Seiten zu blättern. Als Abiturient des Jahrgangs 2001 kannte ich tatsächlich noch einige Schülerinnen und Schüler aus dieser Zeit. Beim Lesen ertappte ich mich immer wieder dabei, bekannte Namen zu entdecken und mich an Begegnungen auf den Pausenhöfen, auf Abifeiern oder bei Schulveranstaltungen der Dreieichschule zu erinnern.

Natürlich sorgte das Abibuch auch für den einen oder anderen Schmunzler. Wer alte Abizeitungen durchblättert, weiß: Die Mode war mutig, die Frisuren manchmal noch mutiger und die Zukunftsprognosen für die Mitschülerinnen und Mitschüler lagen gelegentlich ähnlich treffsicher wie Wettervorhersagen für den nächsten Sommer. Aber genau das macht den Charme solcher Bücher aus. Sie sind Zeitkapseln voller Erinnerungen, Hoffnungen und Geschichten.

Dank der großzügigen Spende von Nina Heine ist nun wieder ein weiteres Stück der Schulgeschichte bewahrt. Vielleicht finden sich ja sogar noch die beiden anderen fehlenden Abibücher von 2017 oder 2021 irgendwo auf einem Dachboden, zwischen alten Fotoalben oder in einem gut gefüllten Kellerregal. Unser Archiv würde sich jedenfalls über weiteren Zuwachs freuen.

Bis dahin hat das Abibuch von 2004 seinen verdienten Platz in unserer Sammlung gefunden – und erinnert uns daran, dass Schulgeschichte nicht nur aus Zahlen und Daten besteht, sondern vor allem aus den Menschen, die sie geschrieben haben.

Stefan Huth